…uzbekistan (part 1)

…endlich. uzbekistan. hier wollt ich unbedingt hin, der name hört sich so toll an. jetzt weiß ich wenigstens auch, wo es liegt. die einreise ist als extrem schwierig und zeitaufwendig angekündigt. wir sind also nicht überrascht, als ich die gesamten formulare nochmals ausfüllen muss, weil ich eine kommastellen zuviel bei den anzugebenden engeführten devisen ausfülle. jeder cent  (€, $, som) wird anschließend abgezählt. als die grenzbeamten beginnen, fotos und backpacks zu kontrollieren, besteche ich den jüngeren mit zahnseide und einem bezaubernden lächeln. es funktioniert, nach nur 60 minuten grenzformalitäten sind wir in uzbekistan. das taxi nach andijon ist ein sehr sehr alter lada, aufgehübscht mit alarmanlage, dolby surround dvd anlage und tigerfellsitzen. nach andijon darf man eigentlich nicht als tourist, hier fanden 2005 heftige unruhren statt. um touristen fernzuhalten, gibt es hier wohl auch keine hotels oder guesthäuser, aber wir quartieren uns in ein doch sehr heruntergekommenes staatliches hotel in der altstadt ein, dort wird erstmal lange diskutiert, ob man uns beherbergen darf. die stadt selbst begeistert uns und ist von uns begeistert. woher wir kommen, wohin wir reisen, und unentwegt: „welcome to uzbekistan“. alle drei meter werden wir außerdem angesprochen, ob wir nicht geld auf dem schwarzmarkt wechseln wollen, nach einer stunde schütteln wir nur noch lächelnd dankend den kopf, wenn wir jemanden mit einer schwarzen plastiktüte sehen…. aber den wechselkurs haben wir schnell durchschaut und die geschwindigkeit des zählens von zwei handvoll gelscheinen (die man für 100 $ bekommt, der größte geldschein ist die 1000 sum note = 40 cent) auf offener straße nimmt zu. um von den vielen stets präsenten polizisten nicht gesehen zu werden, dreht man ihnen am besten einfach den rücken zu.

unser mobiles internet streikt einen tag: die erklärung: es ist landesweites schulexamen. da wird mal einfach internet und sms abgeschaltet. welcome to uzbekistan!!! über margilon und kokand gelangen wir nach taschkent (nicht ohne vorher noch etliche male unsere pässe gezeigt zu haben….) wir finden ein großartiges guesthouse, nette andere reisende und machen uns auf den weg, die stadt zu erkunden: dabei verbringen wir ca. 50% der zeit auf märkten (märkte sprechen ihre eigene sprache), 20% bei den beamten der u-bahn, 20 % auf der suche nach plov und 10 % in moscheen und sehenswürdigkeiten. wir haben viel zeit … die u-bahn in taschkent ist großartig gestaltet, jede station hat ihr eigenes thema. und kühl. leider dürfen wir nicht fotografieren, da achten nicht nur die allerorts wachenden polizisten, sondern auch die einheimischen. außerdem werden unsere pässe (ca. 10 min) akribisch kontrolliert und jedes mal aufs neue müssen wir die verschiedenen visa erklären, den jungs ist einfach langweilig. ich bin außerdem dazu übergegangen, ganz oben in meinen kleinen tagesrucksack unterwäsche zu legen, sonnst würden sie jedesmal den ganzen rucksack auspacken, so lächeln sie nur verschämt und wir dürfen endlich weiter…

außerdem ist es heiß. sehr heiß. meist zwischen 35° und 45°c. obwohl man sich an die hitze gewöhnt, gibt es auch hier grenzen, wir gehen dazu über, mittags im guesthouse zu bleiben und ich bestehe auf air con… die bei eingestellten 28°c eiskalt ist. außerdem trinken wir nur noch heißen tee, köstlich, da muss vor allem der körper sich nicht anstrengen um ihn auf körpertemperatur zu erhitzen, das ist zu anstrengend…

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