…india (backwaters)

zugfahrt. sechs stunden zu viert auf einem dreiersitz. 30 ventilatoren, die luft steht. der gang auch. heiß, verschwitzt, kein durchgang zu den toiletten, durst. ich spiele „in 80 tagen um die welt“. das lenkt ab. ankunft ernakulam 21:00 uhr, rikscha nach fort cochin, guesthouse auf gut glück und essen. das „empfohlen von trip advisor“ schild am eingang lässt uns aufstöhnen. es gibt sonst nirgendwo essen, wir sind in einer wohngegend. wir essen sehr lecker, wie erwartet sind nur touristen hier und die bedienung gelangweilt unfreundlich. ätzend. kein essen kann so viel besser für uns sein, dass es die athmosphäre eines kleinen straßencafees ersetzt. wo der mit der hand essende nachbar (zu 90% sind es männer) uns zulächelt und uns erklärt, was wir wie zu essen haben und wie man in der landessprache chai bestellt. wo vor unseren augen gekocht, gespült, gemüse geschnitten wird.

das viel umworbene fort kochin könnte überall auf der welt sein. man müsste nur die artikel in den unendlichen souveniershops auswechseln. wir sind gelangweilt.
statt auf souveniers achten wir auf die never-ending witzige werbung, bevorzugt für beton (muskelmänner, as strog as family bonds) und stahl (mutter mit baby, life long lasting) und flüchten ins gewürzhandelsviertel. die tour in die backwaters ist überraschend angenehm, spannend und wir treffen langzeitreisende, sind wieder angefixt und happy.
abends eine klassische ayurveda massage, herrlich. nach kottayam nehmen wir die fähre, backwaters im local style. alle 50 meter hält das boot, es ist wie ein bus. schräg gegenüber sitzen zwei deutsche, sie lesen “fettnäpfchen-führer indien“. in 2 stunden bootsfahrt schauen sie fast nie hoch. indien wie es im buche steht. haha.
kottayam ist nach unserem geschmack, wir finden ein basic hotel, geraten in den aufmarsch des jahreskongresses der kommunistischen partei, immer schön mittenrein…
der bus in die berge nach kumily ist die erleichterung nach der heißen und schwülen letzten woche. jeder höhenmeter bringt abkühlung. und muskelkater, der busfahrer fährt heftig rasant die serpentienen hoch, festhalten ist die die einzige sicherheit. tüten werden gereicht. wir fahren an einem schild vorbei: „come home in peace, not in pieces“. es steht direkt neben der ventilatorwerbung: „178 stunning models“. ich liebe indiens straßen.

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