…sultan bathery + kannur

auf nach kerala. unser erstes ziel ist sultan bathery. weil es nicht im buch steht. es ist unaufregend, langweilig und genau das, was wir suchen. es sind die kleinen details… man lässt uns in ruhe, wir finden ein kleines, kahles zimmer, eine mäßig spannende cave aus der steinzeit, kühle und frische luft  und jede menge kekse. wir haben einfach genug vom tourismus und beschliessen die in der gegend beworbene jeepsafari zu ignorieren. dafür sehen wir -wohl ungewöhnlicher weise- eine ganze herde minielefanten durch den wald streifen. und wir sitzen im offentlichen buss. der weg nach kannur führt 5 stunden zum teil steilste serpentienen. ununterbrochenes hupen, tüten werden gereicht, ich versuche alle horror-bus-unfall-geschichten über indien zu vergessen und geniesse die landschaft. teeplantagen, reisfelder, palmenwälder. es sind gefühlte 40°c, zu viele menschen im bus und direkte sonne. ein indisches video läuft: drama, lange handlungsfreiheit, drama, lauteste musik und drama. sobald es zu einem kuss kommt, wird das bild unscharf und die musik noch lauter. neben mir transportiert jemand fisch. vor mir sitzt ein ohr mit bart und ich rieche das waschmittel von schräg gegenüber. alles besser als magendarm im nachtzug denke ich, und harre aus. es sind immer noch gefühlte 40°c und alles klebt. ich bin freiwillig hier.

in kannur haben wir zunächst etwas wackelige beine, dafür aber wieder beinfreiheit. ausserdem keine ahnung was wir hier genau wollen. ach ja, ich wollte strand. wir nehmen eine rickscha in den süden, geben eine adresse von einem nett klingenden homestay an und schauen, was so passiert. wir landen nach 30 minuten fahrt in einem kleinen dorf. homestay full, aber next door! ok, next door ist eine art resort mit 2 km privat beach. egal. ich will beach. sie haben sogar budget akkomodation. perfekt. für 45 euro geniessen wir 2 tage totale ruhe, meerblick, full meals und mit hundebabies bedrucktes toilettenpapier. keine anderen gäste. toll. nach 5 stunden ist es langeilig und wir machen einen ausflug um ein arme-leute-aberglauben-spektakel zu sehen, teyyam. zurüch zum beach. mehr langeweile. wir müssen weiter. erholt.

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