…india (mumbai part II)

ausgeschlafen sieht das hostel gleich ein bisschen schlechter und mumbai noch ein bisschen besser aus. soweit man denn etwas sehen kann außer menschen und rikschas. ach, da sind ja noch die souvenierstände und die kinder mit den blumen, kühe, hunde und katzen. es ist ein reines chaos wenn man hinschaut. bleibt man stehen und schaut eine weile zu oder begibt sich gar mittenrein, ändert sich alles. die straße zu überqueren ist zwar gar nicht so einfach, denn man ist das schwächste glied in der kette und vor allem habe ich keine hupe. ansonsten ist man inmitten VIELEN menschen, alle gehen und stehen irgendwie, aber keiner berührt sich. die wortlose kommunikation klappt hier reibungslos über die zweidimensionale bewegung des kopfes.

an das original indische essen muss ich mich allerdings ein wenig gewöhnen. das geht wie immer am einfachsten über „ich muss alles probieren“. wir verbringen zwei tage damit, nur durch mumbai zu schlendern, die athmosphäre aufzusaugen und uns über kleinigkeiten zu freuen. werbeplakate zum beispiel. oder hinweisschilder. der inder schreibt englisch , wie er spricht. oder gibt einer streunenden ziege mal gerne einen klaps auf den hintern. auf jeden fall lächelt er immer glücklich zurück.

auf dem weg zum bahnhof (zugtickets müssen in indien immer 4 monate im voraus gekauft werden, für touristen gibt es ein sonderkontingent) geraten wir irgendwie in einen pulk feiernder inder, heute ist der tag des ganesha festivals, ganesha-statuen werden erst zeremoniell durch die stadt gefeiert und anschließend im meer versenkt. dabei halten die inder ihre handys „foto, please foto“, „which country?“ fast schon öfter auf uns als auf die angemalten tänzer… so geht es weiter, ständig müssen wir stehen bleiben, foto, country, name. danke, hände- und kopfschütteln. wir bekommen unsere zugtickets und machen uns auf zu irgendeinem markt… aber wie immer ist der weg das ziel und so schlendern wir durch vergammelt und heruntergekommene viertel. bekommt man die möglichkeit, in die wohnungen der bewohner zu schauen, ist es blitzsauber und aufgeräumt. auf der straße wird aber meistens einfach alles fallen gelassen, allerdings sieht man im umkreis von 20 metern immer auch jemanden, der müll aufsammelt- eigentlich sieht man immer nur des tages- bzw. stundenmüll.

dirk weiß ein großartiges veg-restaurant, lecker. lassie, palak paneer, reis, chapatti, alu gobi, chai. mhmhmh- auf der straße noch einen frisch gepressten granatapfelsaft, fotos, picture please, take pickture… ab ins bett.

für den zug nach hampi müssen wir erst nach dardar, zwei stunden warten, nachtzug 15 Stunden. second class sleeper, non AC. dirk sagt, first class ist langweilig. ok.  halbarte pritschen, eine familie die sich lächelnd über unsere rucksäcke beschwert „huge bags“ weil sie schwierigkeiten haben, ihre 6 kisten unterzubringen. ohropax, schlafmaske und 8 stunden später kommt der chaiwallah. ja, chai. guten morgen!

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