…india (mumbai part I)

…ankunft mumbai nachts um 2:00 uhr ortszeit. ich denke: hier muss dringend mal renoviert werden (später erfahre ich: es ist vor 8 monaten renoviert worden). statt erwartetem feilschen um einen guten rikscha-preis in die stadt gibt es prepaid taxi bills. puh, das war einfach. das gepäck wird aufs auto geschnürt, eine kordel. für den „tight rope, extra tight“ möchte der fahrer extra tip. welcome to india. nach den ersten 10 minuten fahrt (wer hupt, gewinnt und überholt und wer überholt der hupt, je lauter desto schneller und neuer das gefährt) hat indien bereits mein herz erobert. es ist kontrovers, denn die eindrücke der ersten 11 stunden sind überwiegend die „schattenseiten“ von mumbai: wir fahren zwar nicht durch die ärmsten gegenden aber trotzdem liegen schlafende menschen wie sardienen gereiht auf den bürgersteigen bzw. am straßenrand und schlafen. vereinzelt auch auf dem mittelstreifen. dazwischen schlafende hunde, ein paar autos, immer wieder mal eine rikscha mitsamt schlafendem fahrer und jede menge müll. es ist schwül, 28 °c und es riecht nach blumen, ein bisschen gelbes licht und ein bisschen staub in der luft.  wir tanken gas, unser fahrer winkt ein anderes wartendes taxi in die richtige position und öffnet die motorhaube. der tankwart übernimmt, die köpfe  wackeln und wir fahren weiter. nach einer stunde fahrt ankunft in colaba, ein kleiner zipfel mubai am meer. das erste hotel ist zu teuer, weiter geht es zu fuß. es ist schummerig dunkel, rechts huschen zwei ratten. kein müll. fast keiner.

5:00 uhr. noch 2 stunden warten auf dem fußboden am ufer gegenüber des teuersten hotels mumbais bis es hell wird. es stinkt nach urin. wahrscheinlich von den zahlreichen, wohlgenährten straßenhunden. überall sind kleine grüppchen, teenies die sich hier treffen, familien mit frauen in saris und babys auf dem arm, alle paar minuten teeverkäufer auf dem fahrrad oder zu fuß mit chai tee in fingehutgroßen plastikgefäßen. lecker.  anstarren ist hier normal. ich lerne zurückzustarren. für ein lächeln werde ich als frau mit einem schaukelnden kopf belohnt. auf dem weg zum potentiellen hostel gehts über schlafende kinder auf dem bürgesteig, schlafenden hunden und kühen. kurzes frühstück am straßenrand, fettig, ein bisschen scharf, ein bisschen fad. ein mann in unterhose wäscht sich mit einem eimer wasser auf dem bürgersteig, ein vorbeigehender arbeiter wischt nebenbei einer streunenden katze die augen sauber. die stadt wacht auf, autos, hupen, hupen, hupen, klingeln, singen (der rückwärtsgang bei den autos ist meist eine melodie). tausende rikscha-fahrer die das beste hotel wissen und ein schlepper der direkt vorm guesthouse wartet und schnell noch kommission will. er bekommt keine und ich endlich schlaf. guten morgen mumbai.

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