…estland

estland: gleiches auto, andere insassen. dirk ist schweren herzens heimgereist und hat mich mit vreni und katrin gen norden verabschiedet. estland wartet! und empfängt uns für die ersten (und dann aber auch einzigen stunden) mit regen. und deutscher gastfreundschaft in ottepä. einer tollen uralten sauna samt „private teich“ und tollen straßen. und wifi. überall. kostenlos. und kwas heißt hier kali.

im vergleich zum russisch beeinflussten lettland spürt man in estland die nähe zu finnland. nicht nur an der anzahl der finnischen touristen, sondern auch in der sprache. dennoch kann man auch hier die nationale vergangenheit spüren: es sind überwiegen russisch besiedelte dörfer mit plattenbauten und „plattenbunkern“ im osten des landes, sie bilden einen kontrast zu tallinn und den westlichen kuscheligen kleinen dörfern mit bunten holzhäusern.

in tallinn sind außerdem flächendeckend mittelalterliche bauten größtenteils vollständig erhalten und restauriert. eine sehr touristische stadt (jeden tag legen hier 5-8 kreuzfahrtdampfter an) die es aber geschafft hat, ein ganz eigenes flair zu behalten. vor allem nach 17.00 uhr, wenn es dinner auf den schiffen gibt. wir genießen tallinn, freuen uns aber nach einem tag wieder auf die einsamkeit.

auf dem land erschwert allerdings die spärliche besiedlung so manche unterkunftsuche. vor allem, da sich aufgrund der 30-32°c alle esten entschließen, spontan im eigenen land zu reisen. aber gerade das führt uns zu außergewöhnlichen nachtlagern in verlassen wirkenden alten grenzbauten oder posch wirkenden kleinen hotels mit „private beach“ (was aufgrund der fehlenden menschenmassen an den stränden zum wirklichen private beach wird. dabei orientiert sich die dusch-wasserqualität immer gerne an der meer-wasserqualität, die hervorragend ist, quallen passen eben doch nicht durch die leitungen. vielleicht aber irgendwann, wenn sich genug rostteilchen gelöst haben…

nach einer woche haben wir viel von estland gesehen, letztlich aber nicht viel kontakt mit der einheimischen bevölkerung haben können. dafür aber umso mehr mit der „luftbevölkerung“ fliegen, bienen, wespen, hummeln, bremsen und noch mehr so flügeltierchen. aber ich hätte nichts dagegen, wenn die bremsen nicht in allen ecken auf mich lauern würden: selbst im supermarkt warten sie auf den regalen um mich beim eintreten sehr präzise anzusteuern und zum glück einige male angeekelt abfallen. danke deet.

die heimreise fällt schwer. ich bin wieder im reisefieber.

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